Nicci für Spiel und Spaß

Gesundheitsschädliche Spielsachen und Kinder-Bekleidung

Immer wieder hören wir von gesundheitsschädlichen Substanzen, die in Spielzeug und Kinderbekleidung vorhanden sind. Mittlerweile gehört es zum normalen Alltag. Doch wie gefährlich sind diese wirklich oder handelt es sich um reine Panikmache, um damit Nachrichtenlöcher zu stopfen? Nicci.de hat sich der Sache angenommen und einmal recherchiert. Zur Beruhigung lässt sich zunächst einmal sagen: Das Spielzeug und die Kinderbekleidung ist heute erheblich geringer belastet, als es noch vor 20 oder 30 Jahren der Fall war. Dennoch gibt es immer wieder einmal Ausnahmen, bei denen die Werte das Normale übersteigen.

Giftstoffe im Spielzeug

Gesundheitsschädliches Spielzeug

Erst 2013 wurden die Grenzwerte für giftige Substanzen im Spielzeug in der EU gelockert. Mehr Schadstoffe waren nun wieder möglich. Nun setzt die EU mit neuen Verordnungen erneut an, und will die Grenzwerte wieder einschränken. Zusätzlich soll eine neue Richtlinie die Hersteller zur genauen Kennzeichnung zwingen. Das gilt sowohl für Spielzeug, Bekleidung als auch anderen Produkten. Die letzten Jahre gab es in Europa aber auch bei unseren Nachbarn auf der anderen Seite des Ozeans viele Affären rund um die giftigen Substanzen. Wir erinnern uns an die Fisher-Price Produkte, die einen zu hohen Bleigehalt enthielten. Puppen und Spielesets die ebenfalls mit viel zu hohen Bleigehalten auffielen. 80 Prozent der betroffenen Produkte stammten dabei aus chinesischen Produktionen. Allerdings wäre es fatal zu glauben, dass nur in Spielzeugen aus China giftige Stoffe enthalten sind. Auch bei deutscher und europäischer Produktion kommt es oft zu deutlich starken Belastungen.

Sicherheit ist wichtig. Durchschnittlich verbringt ein Kind bis zum 6. Lebensjahr 15.000 Stunden mit den Spielzeugen. Kunststoffe und Farben sind zwei wichtige Punkte, wenn es um Spielzeug geht. Kunststoff wird auf Erdölbasis hergestellt zusammen mit Weichmachern. Gerade die Weichmacher gelangen über die Haut in unseren Körper. Besonders empfänglich sind natürlich Kinder. Dort wirken sie wie künstliche Hormone und können sich im Laufe der Jahre negativ auswirken. Bei Jungs kann dabei die Fruchtbarkeit beeinflusst werden. Übrigens wurden auch bei einem Parfum-Test erst kürzlich zu viele Weichmacher bei den bekanntesten Herstellern gefunden.

Worauf beim Kauf achten?

Eltern sind besorgt. Und das oft auch zu Recht. Die Frage stellt sich nun, worauf eigentlich beim Kauf im Detail geachtet werden sollte. Schließlich möchte nicht jeder Spielzeug aus Holz oder Öko-Linien für sein Kind. Als problematisch erwies sich in der letzten Zeit vor allem Spielzeug aus China. Dabei sind Produkte aus dem Land per Se nicht unbedingt schlecht. Viele Hersteller haben jedoch in dem riesigen Asienmarkt keine Übersicht und geraten so direkt an zwielichtige Produzenten. Um sich bereits mit dem Kauf schützen zu können, macht es Sinn, mit allen Sinnen einkaufen zu gehen. Den einzelnen Spielzeugen lassen sich giftige Schadstoffe in der Regel nicht ansehen. Doch mit unserer Nase können wir in vielen Fällen „Duftunterschiede“ wahrnehmen. Wenn das Spielzeug oder die Kleidung auffällig riecht, sollten Sie besser auf einen anderen Artikel ausweichen. In kleineren Läden macht es Sinn, auch nach dem Herkunftsland zu fragen. Fatal ist es aber auf jeden Fall, wenn Sie nur auf billig setzen. Kaufen Sie lieber etwas weniger, dafür aber bessere Qualität. Einen noch besseren Schutz erhalten Sie, wenn Sie generell nur Spielzeug kaufen, das direkt in Deutschland und der EU produziert wurde.

Weitere Details

Jedes gute Spielzeug sollte und muss über ein CE Zeichen verfügen. Dieses garantiert ein Mindestmaß an Sicherheit. Doch immer noch lassen sich manchmal Produkte im Laden finden, bei denen dieses Zeichen fehlt. In diesem Fall gibt es nur eine Reaktion: Produkt auf keinen Fall kaufen. Andere Möglichkeiten, besonders wenn Sie direkt im Internet einkaufen, bieten sich mit einem Blick auf Seiten wie Stiftung Warentest oder Öko-Test.

Fazit für Spielzeug und Kleidung

Eltern sollten bewusst einkaufen. Dabei darf der Blick nicht nur auf den günstigsten Preis fallen. Wer wirklich unsicher ist, kann sich häufig in kleineren Geschäften beraten lassen. Zu beunruhigt sollte jedoch keiner sein. So paradox es klingt. Giftstoffe gehören zu unserem Leben. Wir nehmen jeden Tag einige natürliche Mengen über das Wasser und über die Luft auf.

Logo
Impressum